Zorro zieht ein
- sissi.vandenbrouck
- 23. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Bei Oranias nächster Läufigkeit müssen wir nicht mehr nach Polen fahren – Polen ist zu uns gekommen. Zorro ist vor ein paar Tagen mit Sack und Pack bei uns eingezogen. Geplant war das nicht, aber manchmal schreibt das Leben eben eigene Geschichten.
Meine Hunde führe ich mit Worten und Körpersprache. Bei Zorro ist nur noch Körpersprache an der Tagesordnung. Worte versteht er nicht und Leckerlis? Die interessieren ihn nicht, das hätte die ganze Erziehung erleichtert. Mit der Körpersprache muss ich noch die Balance finden. Mache ich zu wenig Druck, nimmt er mich nicht ernst; mache ich zu viel, ist es auch nicht gut.
Anfangs dachte ich ganz menschlich: „Der arme Hund immer an der Leine, ich möchte ihm mehr Freiheit geben» Also bekam er eine lange Leine … und zog mich quer durch die Gegend, ohne auch nur einmal auf mich zu achten.
So geht das nicht - beim Vorbeifliegen habe ich ihn gestoppt und ganz klar signalisiert: „Du bleibst hinter oder maximal neben mir – vorne ist nicht dein Platz. Nach hinten darfst du die Leine nutzen und deinen Bedürfnissen nachkommen - aber überholen ist tabu.“ Und siehe da: Er läuft neben mir, ohne zu ziehen, und er beginnt mit mir zu kommunizieren. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.
Der Grundstein für eine gute Beziehung ist gelegt - aber es liegen noch viele Steine rum, die wir aufschichten dürfen. Wir beide lernen sehr viel voneinander. Ich freue mich jeden Tag aufs Neue.










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