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Unsere Hunde - unser Stolz

Die Altdeutschen Schäferhunde vom Lion-Wolfs-Team

Hunde
Lion-Wolfs-Team Orania

Orania

keck & frech

Lion-Wolfs-Team Gavany

Gavany

Die Chefin

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Zorro

sanftmütig & treu

Für immer in unseren Herzen

Orania

Orania - unsere Hoffnung

Lion-Wolfs-Team Unsere Hunde
Lion-Wolfs-Team Orania
Lion-Wolfs-Team Orania

Gavany - ein Engel

Gavany Lion-Wolfs-Team
Lion-Wolfs-Team Gavany
Lion-Wolfs-Team Gavany
Orania Avalon of Empire, geboren 10.02.2023 (Hündin)

Als ich das erste Mal die Mama von Orania sah, stand für mich fest - von ihr möchte ich mal ein Welpe. 

Endlich ist sie da: Orania mein Wölfli.

Seit Anfang April 2023 gehört die kleine Maus zu unserem Rudel und zeigt sich als echte Persönlichkeit. Sie ist keck, frech und sehr selbstsicher – von den Großen lässt sie sich die Butter nicht so leicht vom Brot nehmen. So einen Welpen hatten wir noch nie: während die meisten Kleinen dem Menschen sofort nachlaufen, wenn er sich entfernt, bleibt Orania entspannt bei ihrer Beschäftigung. Ganz ohne Panik kommt sie schließlich gemütlich angelaufen – für sie ist es selbstverständlich, dass ich in der Nähe bin. Ja, ja, die Kleine hat es faustdick hinter den Ohren! Mit Hundepfeife oder unserem Schlachtruf ist sie fast immer zuverlässig abrufbar – sonst hätte ich wohl ein Problem.

Orania lernt unglaublich schnell, testet gerne Grenzen aus, akzeptiert aber auch ohne Diskussion, wenn ich sage: „Jetzt reicht’s.“ Wie alle unsere Hunde liebt sie das Wasser. Schwimmen musste ich ihr nicht beibringen – sie ist einfach ihrer Rudelgefährtin Gavany ins Wasser gefolgt und ganz selbstverständlich losgeschwommen. Orania und ich sind das Mantrail-Team. Es macht spass mit ihr umd die Häuser zu ziehen und Versteckpersonen zu suchen. Jedes mal wenn sie findet freut sie sich riesig. Nebenbei üben wir verschiedene Tricks und haben ganz viel Spass. 

Besonders schön ist für uns, dass ihre Mama eine Halbschwester unserer unvergessenen Gini ist, die uns leider viel zu früh verlassen hat.

Liebe Orania wir sind wahnsinnig gespannt auf deine Entwicklung und freuen uns auf eine wunderschöne Zeit mit dir.

Wir haben die Zuchttauglichkeitsbescheinigung für Orania erhalten und sind sehr glücklich darüber.

Gavany

Gavany - ein Engel

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Gavany from the red maple, geboren 28.06.2020 (Hündin)

Man kann planen so viel man will, meistens kommt es ganz anders. Gavany ist optisch überhaupt nicht unser Favorit. Lange haben wir hin und her überlegt. Ist es nicht noch etwas zu früh? Wir haben ja bereits einen Junghund. Und überhaupt es ist wieder ein G-Wurf. Wir hatten so viele Einwände. Selbst am Abholtag wollten wir kneifen. Zum Glück haben wir keinen Rückzieher gemacht.

 

Unser Mädchen ist eine großartige Hündin. Sie strahlt viel Ruhe aus. Ist sehr aufmerksam und begreift schnell. Irgendwie muss man ihr gar nichts beibringen. Sie macht das, was man von ihr erwartet. Mit viel Freude und selbstsicher begrüsst sie fremde Menschen und ist immer nett zu allen Zwei- und Vierbeinern. Mit ihrem treuherzigen Hundeblick wickelt sie jeden um ihre Pfoten. Gavany braucht keine Leine, sie ist immer in unserer Nähe. Läuft sie doch mal ein bisschen zu weit nach vorne, reicht eine kurze Bemerkung und sie kommt zurück.

 

Am liebsten ist sie in der Nähe ihres Menschen. Sind die anderen Hunde im Garten bleibt sie im Haus - erst wenn wir auch nach draussen gehen folgt sie uns. Im Rudel zeigt sie ganz klar, wer das Sagen hat. Ein strenger Blick von ihr reicht und alle kuschen.

 

Gavany ist der Trail-Partner von Roli. Die zwei harmonieren super zusammen. Ihnen zuzuschauen ist eine wahre Freude. Im Juni 2021 haben Jeannette & Gavany die Bettwanzenspürhundeprüfung absolviert. Eine tolle Erfahrung! Gavany ist unser erster Altdeutsche Schäferhund, der nur zögerlich ins Wasser geht. Aber sie liebt es, auf dem SUP über den See zu gondeln und die Ruhe zu geniessen.

 

Wir sind dankbar, dass Gavany zu uns gekommen ist. Die anfänglichen Bedenken sind verschwunden und an die Farbe gewöhnt man sich. Wenn wir ehrlich sind, finden wir sie wunderschön. Wir sind überzeugt, dass Gini uns Gavany geschickt hat.

 

Leider ist unsere Lady nicht zuchttauglich, sie hat einen asymmetrischen Lumbosakral-Übergangswirbel. Sie bleibt natürlich ein Bestandteil unseres Rudels
 

Liebe Gavany wir wünschen dir eine schöne lange Zeit in unserem Rudel.

Zorro

Zorro - der sanfte Bär

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Zorro de la Garde D‘Artagnan geboren 31.05.2022 (Rüde)

Zu Zorro kamen wir wie Maria zum Kinde.
Sein Auftritt auf einem Foto faszinierte mich sofort – ich spürte gleich eine Verbindung zu ihm. Dass dieser beeindruckende „Bär“ eines Tages tatsächlich bei uns einziehen würde, konnte ich mir damals kaum vorstellen.

Im Gespräch mit der Züchterin erfuhren wir schließlich, dass Zorro ein neues Zuhause sucht. Die Entscheidung fiel uns nicht schwer: Mit seiner liebenswerten Art und seinem ausgeglichenen Wesen passte er von Anfang an perfekt zu uns. So durfte der polnische Franzose in die Schweiz ziehen und unser Rudel bereichern.

Zorro wurde in Frankreich geboren, verbrachte seine Jugendjahre (2023–2025) in Polen und genießt nun die frische Alpenluft in der Schweiz. Er ist ein verschmuster, menschenbezogener Rüde, der den Kontakt sucht. Seine Energie ist ausgewogen, sein Trieb eher gering – nur eine Katze sollte ihm besser nicht über den Weg laufen. Machogehabe kennt er nicht, fremde Hunde lassen ihn kalt. Dafür zeigt er sich aufmerksam, neugierig und offen – ein idealer Hund für ein harmonisches Zusammenleben. Zorro überrascht uns jeden Tag aufs Neue.

Da mit ihm bisher nicht intensiv gearbeitet wurde, gibt es noch die ein oder andere „Baustelle“. Mit seiner kräftigen Statur bringt er viel Power mit – die wir in die richtige Bahn führen möchten. Wir sind überzeugt, dass mit Motivation und konsequentem Training eine Hürde nach der anderen gemeistert wird.

Durch einen blöden Unfall ist Zorro's linkes Ohr lädiert - leider hängt es jetzt ein bisschen. Mit viel Pflege hoffen wir es wieder zum Stehen zu bringen. 

Wir sind überglücklich, Zorro bei uns zu haben – als Familienhund, treuen Begleiter und wertvollen Zuchtrüden. 

Nala

Ausgezogen

Zum Wohle der Hunde

Wenn man Entscheidungen treffen muss,

braucht man nicht Zeit, sondern Mut.

Nala, Mama vom A-Wurf

Lion-Wolfs-Team Nala
Lion-Wolfs-Team Nala Zuchthuendin
Lion-Wolfs-Team Nala Zuchthuendin
EMS-Nala from the red maple, geboren 10.05.2019 (Hündin)                 

Nala – unsere besondere Lady

Im Sommer 2021 erhielt Nala ihre Zuchttauglichkeitsbescheinigung – endlich konnten wir unseren Traum verwirklichen. Der Plan war, dass sie bei ihrer nächsten Läufigkeit ein Date mit Chaos haben und kleine „Nala-Chaoten“ zur Welt bringen sollte. Doch manchmal kommt alles anders: Die Rasselbande ließ auf sich warten.

Nach einigen Komplikationen schenkte uns Nala am 01.01.2023 schließlich vier wundervolle Jungs. In ihrer Mutterrolle ist sie richtig aufgegangen und hat sich liebevoll um die kleine Bande gekümmert. Dennoch hat sie uns deutlich gezeigt, dass sie nicht für die Zucht bestimmt ist – weitere Würfe wird es mit ihr nicht geben.

Als unser Rüde Kandro über die Regenbogenbrücke ging, wurde uns bewusst, welch wichtige Rolle er im Rudel gespielt hatte. Er war stets der ruhige Vermittler, der Spannungen früh auffing. Nach seinem Abschied traten die Unstimmigkeiten zwischen Nala und Gavany immer deutlicher zutage. Leider kam es wiederholt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Hündinnen. Zwar konnten wir Schlimmeres verhindern, doch das Zusammenleben blieb belastend.

Da unsere Hunde bei uns im Haus leben – ohne Zwingerhaltung – ist es uns wichtig, dass sie harmonisch miteinander auskommen. Zwei Hündinnen mit großen Spannungen dauerhaft zusammenzuhalten, entspricht nicht unserer Vorstellung. Auch möchten wir keine Trennung innerhalb des Hauses erzwingen. Zudem hat Nala mehrfach gezeigt, dass sie sich als Einzelhund wohler fühlen würde.

Schweren Herzens haben wir daher beschlossen, für Nala ein neues Zuhause zu suchen, in dem sie die ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe bekommt, die sie verdient.

Liebe Nala, du warst eine große Bereicherung für uns und hast uns viel gelehrt – vor allem Geduld. Wir wünschen dir von Herzen alles Gute und ein langes, glückliches Leben. Machs guet!

In Erinnerung

Unsere Sterne

Immer ein Platz in unseren Herzen

Hundehaare kann man wegfegen,

Pfotenabdrücke kann man wegwischen,

"Nasenkunst" am Fenster kann man wegputzen,

aber die Spuren, die sie in unseren Herzen hinterlassen, sind für die Ewigkeit.

Mulan 07.06.2024 - 22.04.2025

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Der Himmel hat ein Sternchen mehr.

 

Viel zu früh hast du uns verlassen.

Tag und Nacht bist du bei uns ein und aus gegangen. Hast deine Freiheit genossen. Spürte ich nachts eine Last auf meinen Beinen wusste ich, dass du da warst.

Viele Stunden konnte ich dich beobachten wie du auf der Wiese in Lauerstellung verharrtest. Hattest du Erfolg musstest du uns unbedingt deine Beute zeigen.

 

Vor dem Mittag warst du noch bei uns im Garten und zwei-drei Stunden später erfahre ich, dass du einen Unfall hattest. Wir hatten dich noch nicht mal vermisst erfuhren wir die traurige Nachricht.

Wieso bist du zur Strasse gelaufen und nicht auf die Wiese wie immer?

Im Moment ist nichts mehr wie es noch vor ein paar Stunden war. Obwohl du und deine Schwester das Heu oft nicht auf der gleichen Bühne hattet sucht sie dich überall. Auch Orania & Gavany sind unruhig und verstehen nicht was passiert ist.

 

Liebe Mulan wir vermissen dich... du fehlst uns so sehr......

Kandro - unser Grizzly

Lion-Wolfs-Team Kandro
Lion-Wolfs-Team Kandro
Lion-Wolfs-Team Kandro
Kandro's Blaze von Excalibur, 12.07.2012 - 25.03.2023

Kandro kam als ganz kleines Bärli zu uns und entwickelte sich zu einem grossen kräftigen Grizzly.

So ein grosser Bär braucht eine gute Auslastung, Hundesport ist bestimmt das richtige für ihn - dachten wir. Relativ schnell mussten wir erkennen, dass Kandro's Nerven dem Druck nicht standhielten. Er drehte völlig auf und brauchte Stunden, um wieder runterzufahren. Per Zufall stiessen wir aufs Mantrailing, das war genau das Richtige für unseren Bueb. Eine ruhige Arbeit. Er musste sich konzentrieren und wurde super ausgelastet. 

Jeder bekommt den Hund, den er braucht. Doofer Satz, den will man nicht hören, wenn es nicht rund läuft. Aber es ist so. Wir haben voneinander sehr viel gelernt. Wir sind Kandro sehr dankbar für die harte Schule, die er uns geboten hat. Wir würden heute nicht da stehen, wo wir jetzt sind, wenn er uns nicht so gefordert hätte. Unser Bär konnte auch ein richtiger Quatschkopf sein. Seine Nase steckte immer da, wo man gerade etwas am Tun war. Er wollte immer alles sehen und verstehen. Wasser liebte er über alles. Kein See war ihm zu gross, keine Pfütze zu klein - Hauptsache es war nass. Im Winter durch den Schnee stampfen, sich darin wallen - so machte ein Hundeleben Spass. Kandro war auch ausgebildeter Bettwanzenspürhund. Mit viel Freude suchte er die kleinen Übeltäter, nur enge Räume waren nicht sein Ding, dafür war er etwas zu gross. 

Ganz unerwartend hast du uns am 25. März verlassen..... 

Was ist passiert?

Kandro war ein Hund mit ganz vielen gesundheitlichen Baustellen: Bandscheiben - Schäferkeratitis - auf einmal hatte er 40.7 Grad Fieber - 2022 konnte er einen Tag nicht mehr laufen - auch stellten wir fest, dass er je länger je mehr nicht mehr alles realisierte, er konnte sich nicht mehr richtig orientieren. Langsam aber sicher mussten wir uns mit dem Gedanken abfinden wenn noch was schwerwiegendes dazu kommt müssen wir ihn gehen lassen. In seinem Leben ist er ein paar Mal dem Teufel ab der Karre gesprungen und durfte weiter leben - doch diesmal war es ganz klar - es ist so weit.... 

Früh am Morgen, noch vor Tagesanbruch winselte Kandro beim Füttern plötzlich und er zog die rechte vordere Pfote hoch. Scheinbar verspürte er einen Schmerz, woher auch immer..... Mit etwas Hilfe kam er die Treppe hoch und legte sich in die Küche. Ich versuchte ihm ein Schmerzmittel einzuflössen, kaum griff ich nach seiner Schnauze winselte er abermals. Alles tat ihm weh.... das restliche Rudel legte sich zu ihm - so was habe ich noch nie gesehen, selbst der Welpe wurde vom grossen Bären geduldet. Endlich öffnet die Praxis, die Assistentin wollte uns in eine grösser Klinik verweisen, kam für uns nicht in Frage. Ich bat sie, der Chef soll mich anrufen - ein paar Minuten später hatte ich ihn am Draht und bat ihn Kandro einfach anzuschauen, uns war bereits klar, es ist so weit..... Beim Einsteigen ins Auto verdrehte er ganz merkwürdig den Kopf - nun waren wir uns ganz sicher. Schon länger ist uns aufgefallen, dass in Kandros Kopf etwas nicht stimmt - oft war er total geistesabwesend und konnte sich nicht mehr orientieren, auch die Nase funktionierte nicht mehr. Der TA untersuchte Kandro, die Schleimhäute waren ganz weiss die Reflexe in den Füssen verzögert. Er hörte die Herztöne ab 'willst du mal hören?' Ich durfte und was ich hörte war nicht schön. Seine Herztöne waren sehr schnell aber gaaaaanz weit weg für mich hörte es sich an, als wäre das Herz hinter einem grossen Wasserfall..... Der Entscheid ihn jetzt gehen zu lassen war richtig - wir wissen nicht was die Ursache war, wollen wir auch nicht wissen. Auch wenn man weiss, das es das Beste ist, fällt es einem nicht leicht. Wir wollten unseren Bären nicht leiden lassen, die Strapazen von x-Untersuchungen und Versuchen ersparen. Wenn man Tag täglich mit einem Tier zusammen lebt spürt man wenn es so weit ist. 

 

Lieber Kandro machs gut auf der letzten Reise, wir werden dich nie vergessen..... Grüss Gini von uns....

Gini - das Fräulein Rottenmeier

Lion-Wolfs-Team Zucht Altdeutscher Schäferhunde
Gini avalon of empire, 03.08.2015 - 24.07.2020

Als du 6 Wochen jung warst, durfte ich dich kennen lernen. Ich & Kandro bekamen die einmalige Gelegenheit, zwei Wochen bei dir, deinen neun Geschwistern, Mamma Gaya und dem Rest vom Rudel zu verbringen. Kandro fand dich immer ganz ‘gruselig’. Er konnte mit dir nichts anfangen. Zwei drei Schritte auf den grossen Bären zu und er floh in alle Himmelsrichtungen. Wenn das nur mal gut kommt.

Jedes Mal wenn Kandro die Augen schloss und wieder öffnete, hoffte er, dass du für immer weg bist. Mit Entsetzen musste er feststellen, das nervige Ding ist immer noch da. Endlich nach vier Tagen brach das Eis zwischen euch. Ihr wart nie ein Herz und eine Seele aber ihr wart immer nett zu einander. Ich habe nur einmal erlebt, dass Kandro dir eine deftige Ansage machte, was dich überhaupt nicht beeindruckte. Unser grosser Bär hat es definitiv versäumt dich zu erziehen. Draussen auf der grossen Wiese, da kamst du schon ab und zu unter die Räder, du warst aber auch ziemlich frech zu Kandro. Deine Devise war - Augen zu - Ansage über dich ergehen lassen - aufstehen und den Stinkefinger zeigen. Für Aussenstehende sahen und hörten sich die Rangeleien furchtbar an, doch nie im Leben hättet ihr euch gegenseitig verletzt. 

Schon als du noch ganz klein warst habe ich mit dir Geruchsdifferenzierung gearbeitet. Alle paar Tage bin ich mit euch raus auf die Wiese und habe was versteckt. Im Frühjahr 2016 im Vinschgau durftest du mit mir den ersten Trail laufen. Es war so toll zu sehen, mit was für einer Ruhe und Sicherheit du das gemacht hast. Du hast den Geruch genommen und bist einfach losmarschiert, mit links hast du die Versteckperson gefunden. Es war hammer so eine tolle Trailpartnerin zu haben. Ob durch den Weihnachtsmarkt oder über Stock und Stein, du hast mich immer selbstsicher zur Versteckperson geführt. Natürlich brauchten auch wir ab und zu Hilfe vom Trainer.

Nach nicht mal einem ganzen Jahr regelmässigem Training hast du zusammen mit Kandro die Prüfung zum Bettwanzenspürhund geschafft. Ab sofort durften wir Einsätze laufen. Dein erster Einsatz werde ich nie mehr vergessen. Eine Nachkontrolle in der Stadt in einem Altbau. Über eine knarrende Holztreppe ging’s hoch in den dritten Stock. Eine Junge etwas besetztere Frau erwartete uns. Die Zweizimmerwohnung war wahnsinnig klein und eng. Im Schlafzimmer zwischen Bett und Schrank versuchtest du durchzukommen. Am Kleiderschrank an den Griffen hingen viele BH’s und du hast dich komplett in diesen Dinger verfangen. Hilfesuchend schautest du mich an, denn alleine kamst du nicht mehr aus dem Gewirr. Ich sehe heute noch das Bild vor mir.  

Sommer 2019 zog Nala bei uns ein. Nun hattest du einen Welpen. Du bist mit ihr sehr behutsam umgegangen, warst aber auch streng. Von uns bekamst du den Spitznamen ‘Fräulein Rottenmeier’. Eine Ansage von dir reichte und die Kleine wusste, wo der Bartli den Most holt. Kandro konnte hundert Mal knurren, das nahm sie nicht ernst. Aber ein leises Knurren von dir oder ein strenger Blick reichte. Ganz verrückt warst du nach Ronya, unsere Enkelin. Wenn sie in der Nähe war, gab es für dich kein Halten mehr. Du warst immer so lieb und zärtlich zu ihr. Ja, du warst wirklich Baby-verrückt, ob Zwei- oder Vierbeiner. Einmal bei einem Bettwanzeneinsatz öffnete uns ein junger Papa die Türe. Er hielt seinen Nachwuchs auf den Armen und du solltest die Zimmer absuchen. Mit allen Überredungskünsten brachte ich dich nicht zum arbeiten. Erst als du an dem kleinen Bündel riechen durftest, war es für dich ok und du führtest deinen Job aus. Nach jeder Läufigkeit wurdest du Scheinschwanger. Ich wusste immer, wann die Welpen auf die Welt gekommen wären. Du fingst an, ein Nest zu bauen. Das war für mich das Zeichen, nun wäre es so weit. Und von dem Zeitpunkt an fing deine Milchleiste an zu hängen. Du warst sehr oft läufig, bis zu drei Mal im Jahr. Dies führte auch dazu, dass wir uns Gedanken machten über eine Kastration.

 

Immer wieder habe ich den Termin verschoben. Gini-Babys wären schon toll. Aber ich hatte keinen Mut. Wenn man richtig züchten will, steckt wahnsinnig viel Wissen dahinter. Das hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Und was ist, wenn ich keine geeigneten Welpenkäufer finde. Was muss ich beim Rüden beachten und etc.. Es waren so viele offene Fragen. Nach langem hin und her war klar, dass du keine Welpen kriegen würdest.

 

Nach etlichen Absagen stand der Termin für die Kastration fest, der 24. Juli (Geburtstag von meinem Bruder). Schon zwei Mal habe ich den Eingriff verschoben. Auch diesmal war ich mir nicht sicher…

Um 08:30h brachte ich dich zum Tierarzt. Ich durfte dich in die Narkose begleiten. Um 16:52 Uhr drangen die Worte vom Tierarzt zu mir: «Gini schafft es nicht. Wir müssen sie aufgeben.» Im Hintergrund hörte ich die Herztöne. Ganz geschockt sagte ich nur noch: «Lasst sie gehen.» Und dann war der Ton weg. Ich konnte nur noch schreien und losheulen: "Neeeeiiin nicht meine Gini." Was war passiert??

Der Tierarzt erklärte uns alles. Der Bauchraum hatte sich mit Blut gefüllt. Immer wieder fragte ich: «Woher kam das viele Blut?» «Das wissen wir nicht. Wir haben mit Spritzen versucht, das Blut aufzufangen und ihr wieder zu geben. Doch das reichte nicht. Wir haben die Milz durchschnitten, damit wir mit blossen Händen das Herz massieren konnten. Wir haben wirklich alles getan.» Niemand kann mir sagen, wieso, warum, weshalb. Ein letztes Mal dürfen wir unsere Gini sehen und berühren. Das darf doch nicht wahr sein, sie war doch noch so jung. In 10 Tagen hätten wir wieder zusammen Geburtstag gefeiert. Innerhalb ein paar Stunden habe ich meine Freundin, meine Partnerin, mein zweites Ich, meinen Seelenhund, mein Ein und Alles verloren.

 

Gini, du warst eine so tolle Lehrmeisterin. Du hast mir und Kandro beigebracht, in die Ruhe zu kommen. Weshalb bist du so jung von uns gegangen? Bitte wache immer über uns. Begleite uns und gib uns deine Ruhe und Stärke. (geschrieben von Jeannette)

Sasko

Sasko vom Grauholz, 27.07.2002 - 04.11.2011

Lion-Wolfs-Team Zucht Altdeutscher Schäferhunde

Ist ein Schäferhund ein idealer Hund für unerfahrene Hundehalter? Sasko war es...

Mit 10 Monaten zog er bei uns ein. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die ersten Tage waren hart. Der Kerl kannte keine Leine und verhielt sich auch dementsprechend. Schon nach kurzer Zeit taten mir die Arme so weh, dass mir nichts mehr anderes übrigblieb, als ihn frei laufen zu lassen. «Wenn du gehen willst, dann geh, aber ich kann nicht mehr.»

 

Er blieb und lernte sogar ohne Leine bei mir zu laufen. Katzen kannte er gar nicht, resp. er wusste, dass man die ganz toll jagen kann. Kaum bei uns im Wohnzimmer stürzte er sich auf Gipsy, unseren Kater. Der gab ihm gleich mal den Tarif durch und verpasste ihm einen Kratzer auf der Nase. So das war geklärt und was ist mit Jester, der zweiten Katze. Der Arme konnte sich nicht bei Sasko durchsetzen und zog für ein paar Monate aus. Erst als die Nächte kälter wurden, kam er wieder nach Hause.

Sasko war nun schon fast ein halbes Jahr bei uns und freundete sich mit Jester an. Immer wenn der rote Freund nach Hause kam, miaute er vor der Tür. Sasko machte auf, packte ihn am Schopf und zerrte ihn ins Wohnzimmer.

 

Als die Flegelzeit vorbei war, entwickelte sich Sasko zu einem tollen Hund. Er war kein Schäfer eher ein Schläfer. Lief einfach so neben uns her. Verstand sich mit Katzen, jagte kein Wild. Mit ihm unterwegs zu sein, war einfach ein Traum. Um Personen, die er nicht sympathisch fand, machte er einen grossen Bogen. Nur in der Menschenmenge, da fühlte er sich nicht wohl. Ohne Rücksicht auf Verluste zerrte er die Person am Ende der Leine aus dem Getümmel.

 

Was haben wir mit dem Kerl nicht alles unternommen: Campingferien mit einem 2-er Iglu, wandern über Stock & Stein, lange Autofahrten und noch so vieles mehr. Auch wenn das Auto voll bis unter das Dach war, er fand bestimmt noch einen Platz, Hauptsache er konnte dabei sein.

 

Viel zu früh bekam er Arthrose im Rückenbereich. Ein paar Monate später machten sich auch noch Herzbeschwerden bemerkbar. Das Atmen fiel ihm immer schwerer. Er brauchte viele Pausen, um sich zu erholen. Auf den geliebten Spaziergängen und Wanderungen konnte er uns nicht mehr begleiten. Es wurde noch schlimmer... Das Haus zu verlassen, ums Geschäft zu erledigen, wurde für ihn zur Qual. Die Worte des Tierarztes klingen noch heute in meinen Ohren: «Ein krankes Tier ist immer bereit zu gehen. Aber bist du bereit es gehen zu lassen?»

 

Viel zu früh musstest du uns verlassen. Wir vermissen dich so sehr.

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