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Unsere Hunde - unser Stolz

Die Altdeutschen Schäferhunde vom Lion-Wolfs-Team

Hunde
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Orania

Unsere Hoffnung

Gavany

Der ruhige Pol in unserem Rudel

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Orania

Orania - unsere Hoffnung

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Orania Avalon of Empire, geboren 10.02.2023 (Hündin)

Schon seid ein paar Jahren wünsche ich mir ein Altdeutscher Schäferhund mit Wolfsmaske - hier ist sie...

Die kleine Maus ist seid anfangs April in unserem Rudel und zeigt sich als tolle kleine Lady. Sie ist keck - frech und sehr selbstsicher. Sie lässt sich von den Grossen nicht so schnell die Butter vom Brot klauen. So einen Welpen hatten wir noch nie - normalerweise läuft ein so kleines Bündel dem Menschen nach wenn er sich entfernt - sie nicht. Keck schaut sie zu in welche Richtung ich laufe und macht mit ihrer Beschäftigung weiter - sie kommt auch nicht in Panik wenn sie mich nicht mehr sieht. Ganz gemütlich kommt sie daher gelaufen - für sie ist es selbstverständlich, dass ich nicht weit weg bin. Ja, ja die Kleine hat es Faust dick hinter den Ohren. Mit der Hundepfeiffe oder unserem Schlachtruf ist sie aus den meisten Situationen abrufbar - sonst hätte ich wohl ein Problem.

Sie lernt sehr schnell und testet die Grenzen aus, nimmt aber auch ohne Diskussion an wenn ich sage 'jetzt reichts'. Wie alle unsere Hunde liebt auch sie das Wasser - schwimmen musste ich ihr nicht beibringen sie ist Gavany ins Wasser gefolgt und ganz selbstverständlich geschwommen. Orania wird auch für's Mantrailing aufgebaut, sie ist schon ein paar Trails gelaufen und freut sich jedes mal riesig wenn sie die Versteckperson findet

Ihre Mama ist eine Halbschwester von unserer Gini, die uns viel zu früh verlassen hat.

 

Liebe Orania wir sind wahnsinnig gespannt auf dich und wünschen dir eine schöne Zeit bei uns.

Dysplasieauswertung vom 15.02.2024    HD A/A // ED 0/0 // LüW 0

Gavany

Gavany - der ruhige Pol in unserem Rudel

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Gavany from the red maple, geboren 28.06.2020 (Hündin)

Man kann planen so viel man will, meistens kommt es ganz anders. Gavany ist optisch überhaupt nicht unser Favorit. Lange haben wir hin und her überlegt. Ist es nicht noch etwas zu früh? Wir haben ja bereits einen Junghund. Und überhaupt es ist wieder ein G-Wurf. Wir hatten so viele Einwände. Selbst am Abholtag wollten wir kneifen. Zum Glück haben wir keinen Rückzieher gemacht.

 

Unser Mädchen ist eine großartige Hündin. Sie strahlt viel Ruhe aus. Ist sehr aufmerksam und begreift schnell. Irgendwie muss man ihr gar nichts beibringen. Sie macht das, was man von ihr erwartet. Mit viel Freude und selbstsicher begrüsst sie fremde Menschen und ist immer nett zu allen Zwei- und Vierbeinern. Mit ihrem treuherzigen Hundeblick wickelt sie jeden um ihre Pfoten. Gavany braucht keine Leine, sie ist immer in unserer Nähe. Läuft sie doch mal ein bisschen zu weit nach vorne, reicht eine kurze Bemerkung und sie kommt zurück.

 

Am liebsten spielt die kleine Maus mit ihrer Halbschwester Nala. Dann geht so richtig die Post ab. Sie lässt sich von der Grossen absolut nicht die Butter vom Brot klauen. Ganz klar zeigt sie, wer im Rudel das Sagen hat. Immer wieder versucht die Kleine, bei Kandro Punkte zu schinden. Doch er ist nicht sonderlich begeistert von ihr (er mag keine Welpen und aufdringliche Hunde). Sie ignoriert das Brummen und legt sich selbstsicher zu ihm hin. So nach dem Motto "Ich wusste doch, dass er mich lieb hat". Macht er ihr aber eine Ansage, kommt das auch bei ihr an.

 

Gavany ist der Trail-Partner von Roli. Die zwei harmonieren super zusammen. Ihnen zuzuschauen ist eine wahre Freude. Im Juni 2021 haben Jeannette & Gavany die Bettwanzenspürhundeprüfung absolviert. Eine tolle Erfahrung! Gavany ist unser erster Altdeutsche Schäferhund, der nur zögerlich ins Wasser geht. Aber sie liebt es, auf dem SUP über den See zu gondeln und die Ruhe zu geniessen.

 

Wir sind dankbar, dass Gavany zu uns gekommen ist. Die anfänglichen Bedenken sind verschwunden und an die Farbe gewöhnt man sich. Wenn wir ehrlich sind, finden wir sie wunderschön. Wir sind überzeugt, dass Gini uns Gavany geschickt hat.

 

Leider ist unsere Lady nicht zuchttauglich, sie hat einen asymmetrischen Lumbosakral-Übergangswirbel. Sie bleibt natürlich ein Bestandteil unseres Rudels
 

Liebe Gavany wir wünschen dir eine schöne lange Zeit in unserem Rudel.

Nala

Ausgezogen

Zum Wohle der Hunde

Wenn man Entscheidungen treffen muss,

braucht man nicht Zeit, sondern Mut.

Nala, Mama vom A-Wurf

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EMS-Nala from the red maple, geboren 10.05.2019 (Hündin)                 

Kaum zog Nala bei uns ein, zitterten wir schon um ihr Leben. Die arme kleine Maus hatte Giardien und musste an den Tropf. Zum Glück erholte sie sich sehr schnell von den körperlichen Strapazen.

Fast ein halbes Jahr hat Jeannette über sie Tagebuch geführt. Die Kleine hatte immer etwas auf Lager. Sie ist eine nette, liebe Hündin mit vielen Flausen im Kopf. Aber sie stiehlt wie eine Elster, nichts Essbares ist sicher vor ihr. Auf einmal war der Kuchen weg, die Butterschale leer, beim Hamburger fehlte zum Glück nur das Brot, von Roli's Znüni blieb nur noch das Papier übrig und so gäbe es noch viele weitere Anekdoten. Aber niemand kann ihr böse sein. Sie ist nicht schuld, wenn wir Menschen sie in Versuchung führen. Als sie aber die Bettwanzenröhrli stahl und eines aufbiss, war uns nicht mehr ganz wohl. Zum Glück hatte sie den Inhalt sofort gefressen und die Viecher nicht laufen lassen.

Bei Unbekanntem braucht unser Mädchen ein wenig Zeit und eine grosse Individualdistanz. Ist das Eis gebrochen und ist sie sich sicher, dass das Gegenüber auch nett ist, hat sie ein offenes Herz. Menschen findet sie was ganz Tolles, schliesslich muss sie die Zweibeiner ständig suchen und es gibt immer eine grosse Bestätigung. Ihr lebhaftes Wesen gespickt mit ein bisschen Ernsthaftigkeit ist nicht zu übersehen. Tagtäglich fordert sie uns aufs Neue. Sie braucht klare Ansagen. Will wissen, was sie zu tun hat. Macht eine Aufgabe für sie keinen Sinn, wird auch gerne zwei Mal nachgefragt: «Ist das dein Ernst?» Ein bisschen Sturheit respektive die Ostlinie drückt da schon durch.

 

In der wärmeren Jahreszeit liebt es Nala zu schwimmen, ob mit den Menschen oder auch alleine. Sie geht ins Wasser und dreht ihre Runden. Schnee steht bei ihr auch hoch im Kurs. Es gibt doch nichts Schöneres als ein Schneebad zu nehmen.

Im Sommer 2021 wurde Nala in die Zucht aufgenommen - endlich konnten wir unseren Traum verwirklichen. Bei der nächsten Hitze hat unsere Lady ein Date mit Chaos und bekommt viele kleine Nala-Chaoten - so war der Plan. Doch die Rasselbande liess auf sich warten....

Nach einigen Komplikationen schenkte Nala uns am 01.01.2023 vier tolle Jungs. In der Mutterrolle ging sie auf und sorgte gut für die Bande. Unsere Lady wird keine weiteren Welpen bekommen - sie hat uns mehrfach gezeigt, dass sie nicht prädestiniert ist für die Zucht

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Leider kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Nala & Gavany. Zum Glück konnten wir immer sofort eingreifen bevor es ernsthafte Verletzungen gab. Uns ist erst jetzt bewusst geworden, was Kandro im Rudel alles geregelt hat - so lange er bei uns war hat er immer wieder das Feuer gelöscht bevor es ein Flächenbrand gab. Leider haben wir nicht das Gspüri wie er....

Liebe Nala, du warst eine grosse Bereicherung für uns. Du hast uns viel gelernt - vor allem Geduld. Wir wünschen dir alles Gute und ein langes Leben "machs guet".

In Erinnerung

Unsere Sterne

Immer ein Platz in unseren Herzen

Hundehaare kann man wegfegen

Pfotenabdrücke kann man wegwischen

"Nasenkunst" am Fenster kann man wegputzen

aber die Spuren, die sie in unseren Herzen hinterlassen, sind für die Ewigkeit.

Kandro - unser Grizzly

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Kandro's Blaze von Excalibur, 12.07.2012 - 25.03.2023

Kandro kam als ganz kleines Bärli zu uns und entwickelte sich zu einem grossen kräftigen Grizzly.

So ein grosser Bär braucht eine gute Auslastung, Hundesport ist bestimmt das richtige für ihn - dachten wir. Relativ schnell mussten wir erkennen, dass Kandro's Nerven dem Druck nicht standhielten. Er drehte völlig auf und brauchte Stunden, um wieder runterzufahren. Per Zufall stiessen wir aufs Mantrailing, das war genau das Richtige für unseren Bueb. Eine ruhige Arbeit. Er musste sich konzentrieren und wurde super ausgelastet. 

Jeder bekommt den Hund, den er braucht. Doofer Satz, den will man nicht hören, wenn es nicht rund läuft. Aber es ist so. Wir haben voneinander sehr viel gelernt. Wir sind Kandro sehr dankbar für die harte Schule, die er uns geboten hat. Wir würden heute nicht da stehen, wo wir jetzt sind, wenn er uns nicht so gefordert hätte. Unser Bär konnte auch ein richtiger Quatschkopf sein. Seine Nase steckte immer da, wo man gerade etwas am Tun war. Er wollte immer alles sehen und verstehen. Wasser liebte er über alles. Kein See war ihm zu gross, keine Pfütze zu klein - Hauptsache es war nass. Im Winter durch den Schnee stampfen, sich darin wallen - so machte ein Hundeleben Spass. Kandro war auch ausgebildeter Bettwanzenspürhund. Mit viel Freude suchte er die kleinen Übeltäter, nur enge Räume waren nicht sein Ding, dafür war er etwas zu gross. 

Ganz unerwartend hast du uns am 25. März verlassen..... 

Was ist passiert?

Kandro war ein Hund mit ganz vielen gesundheitlichen Baustellen: Bandscheiben - Schäferkeratitis - auf einmal hatte er 40.7 Grad Fieber - 2022 konnte er einen Tag nicht mehr laufen - auch stellten wir fest, dass er je länger je mehr nicht mehr alles realisierte, er konnte sich nicht mehr richtig orientieren. Langsam aber sicher mussten wir uns mit dem Gedanken abfinden wenn noch was schwerwiegendes dazu kommt müssen wir ihn gehen lassen. In seinem Leben ist er ein paar Mal dem Teufel ab der Karre gesprungen und durfte weiter leben - doch diesmal war es ganz klar - es ist so weit.... 

Früh am Morgen, noch vor Tagesanbruch winselte Kandro beim Füttern plötzlich und er zog die rechte vordere Pfote hoch. Scheinbar verspürte er einen Schmerz, woher auch immer..... Mit etwas Hilfe kam er die Treppe hoch und legte sich in die Küche. Ich versuchte ihm ein Schmerzmittel einzuflössen, kaum griff ich nach seiner Schnauze winselte er abermals. Alles tat ihm weh.... das restliche Rudel legte sich zu ihm - so was habe ich noch nie gesehen, selbst der Welpe wurde vom grossen Bären geduldet. Endlich öffnet die Praxis, die Assistentin wollten uns in eine grösser Klinik verweisen, kam für uns nicht in Frage. Ich bat sie, der Chef soll mich anrufen - ein paar Minuten später hatte ich ihn am Draht und bat ihn Kandro einfach anzuschauen, uns war bereits klar, es ist so weit..... Beim Einsteigen ins Auto verdrehte er ganz merkwürdig den Kopf - nun waren wir uns ganz sicher. Schon länger ist uns aufgefallen, dass in Kandros Kopf etwas nicht stimmt - oft war er total geistesabwesend und konnte sich nicht mehr orientieren, auch die Nase funktionierte nicht mehr. Der TA untersuchte Kandro, die Schleimhäute waren ganz weiss die Reflexe in den Füssen verzögert. Er hörte die Herztöne ab 'willst du mal hören?' Ich durfte und was ich hörte war nicht schön. Seine Herztöne waren sehr schnell aber gaaaaanz weit weg für mich hörte es sich an, als wäre das Herz hinter einem grossen Wasserfall..... Der Entscheid ihn jetzt gehen zu lassen war richtig - wir wissen nicht was die Ursache war, wollen wir auch nicht wissen. Auch wenn man weiss, das es das Beste ist, fällt es einem nicht leicht. Wir wollten unseren Bären nicht leiden lassen, die Strapazen von x-Untersuchungen und Versuchen ersparen. Wenn man Tag täglich mit einem Tier zusammen lebt spürt man wenn es so weit ist. 

 

Lieber Kandro machs gut auf der letzten Reise, wir werden dich nie vergessen..... Grüss Gini von uns....

Gini avalon of empire, 03.08.2015 - 24.07.2020
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Als du 6 Wochen jung warst, durfte ich dich kennen lernen. Ich & Kandro bekamen die einmalige Gelegenheit, zwei Wochen bei dir, deinen neun Geschwistern, Mamma Gaya und dem Rest vom Rudel zu verbringen. Kandro fand dich immer ganz ‘gruselig’. Er konnte mit dir nichts anfangen. Zwei drei Schritte auf den grossen Bären zu und er floh in alle Himmelsrichtungen. Wenn das nur mal gut kommt.

Jedes Mal wenn Kandro die Augen schloss und wieder öffnete, hoffte er, dass du für immer weg bist. Mit Entsetzen musste er feststellen, das nervige Ding ist immer noch da. Endlich nach vier Tagen brach das Eis zwischen euch. Ihr wart nie ein Herz und eine Seele aber ihr wart immer nett zu einander. Ich habe nur einmal erlebt, dass Kandro dir eine deftige Ansage machte, was dich überhaupt nicht beeindruckte. Unser grosser Bär hat es definitiv versäumt dich zu erziehen. Draussen auf der grossen Wiese, da kamst du schon ab und zu unter die Räder, du warst aber auch ziemlich frech zu Kandro. Deine Devise war - Augen zu - Ansage über dich ergehen lassen - aufstehen und den Stinkefinger zeigen. Für Aussenstehende sahen und hörten sich die Rangeleien furchtbar an, doch nie im Leben hättet ihr euch gegenseitig verletzt. 

Schon als du noch ganz klein warst habe ich mit dir Geruchsdifferenzierung gearbeitet. Alle paar Tage bin ich mit euch raus auf die Wiese und habe was versteckt. Im Frühjahr 2016 im Vinschgau durftest du mit mir den ersten Trail laufen. Es war so toll zu sehen, mit was für einer Ruhe und Sicherheit du das gemacht hast. Du hast den Geruch genommen und bist einfach losmarschiert, mit links hast du die Versteckperson gefunden. Es war hammer so eine tolle Trailpartnerin zu haben. Ob durch den Weihnachtsmarkt oder über Stock und Stein, du hast mich immer selbstsicher zur Versteckperson geführt. Natürlich brauchten auch wir ab und zu Hilfe vom Trainer.

Nach nicht mal einem ganzen Jahr regelmässigem Training hast du zusammen mit Kandro die Prüfung zum Bettwanzenspürhund geschafft. Ab sofort durften wir Einsätze laufen. Dein erster Einsatz werde ich nie mehr vergessen. Eine Nachkontrolle in der Stadt in einem Altbau. Über eine knarrende Holztreppe ging’s hoch in den dritten Stock. Eine Junge etwas besetztere Frau erwartete uns. Die Zweizimmerwohnung war wahnsinnig klein und eng. Im Schlafzimmer zwischen Bett und Schrank versuchtest du durchzukommen. Am Kleiderschrank an den Griffen hingen viele BH’s und du hast dich komplett in diesen Dinger verfangen. Hilfesuchend schautest du mich an, denn alleine kamst du nicht mehr aus dem Gewirr. Ich sehe heute noch das Bild vor mir.  

Sommer 2019 zog Nala bei uns ein. Nun hattest du einen Welpen. Du bist mit ihr sehr behutsam umgegangen, warst aber auch streng. Von uns bekamst du den Spitznamen ‘Fräulein Rottenmeier’. Eine Ansage von dir reichte und die Kleine wusste, wo der Bartli den Most holt. Kandro konnte hundert Mal knurren, das nahm sie nicht ernst. Aber ein leises Knurren von dir oder ein strenger Blick reichte. Ganz verrückt warst du nach Ronya, unsere Enkelin. Wenn sie in der Nähe war, gab es für dich kein Halten mehr. Du warst immer so lieb und zärtlich zu ihr. Ja, du warst wirklich Baby-verrückt, ob Zwei- oder Vierbeiner. Einmal bei einem Bettwanzeneinsatz öffnete uns ein junger Papa die Türe. Er hielt seinen Nachwuchs auf den Armen und du solltest die Zimmer absuchen. Mit allen Überredungskünsten brachte ich dich nicht zum arbeiten. Erst als du an dem kleinen Bündel riechen durftest, war es für dich ok und du führtest deinen Job aus. Nach jeder Läufigkeit wurdest du Scheinschwanger. Ich wusste immer, wann die Welpen auf die Welt gekommen wären. Du fingst an, ein Nest zu bauen. Das war für mich das Zeichen, nun wäre es so weit. Und von dem Zeitpunkt an fing deine Milchleiste an zu hängen. Du warst sehr oft läufig, bis zu drei Mal im Jahr. Dies führte auch dazu, dass wir uns Gedanken machten über eine Kastration.

 

Immer wieder habe ich den Termin verschoben. Gini-Babys wären schon toll. Aber ich hatte keinen Mut. Wenn man richtig züchten will, steckt wahnsinnig viel Wissen dahinter. Das hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Und was ist, wenn ich keine geeigneten Welpenkäufer finde. Was muss ich beim Rüden beachten und etc.. Es waren so viele offene Fragen. Nach langem hin und her war klar, dass du keine Welpen kriegen würdest.

 

Nach etlichen Absagen stand der Termin für die Kastration fest, der 24. Juli (Geburtstag von meinem Bruder). Schon zwei Mal habe ich den Eingriff verschoben. Auch diesmal war ich mir nicht sicher…

Um 08:30h brachte ich dich zum Tierarzt. Ich durfte dich in die Narkose begleiten. Um 16:52 Uhr drangen die Worte vom Tierarzt zu mir: «Gini schafft es nicht. Wir müssen sie aufgeben.» Im Hintergrund hörte ich die Herztöne. Ganz geschockt sagte ich nur noch: «Lasst sie gehen.» Und dann war der Ton weg. Ich konnte nur noch schreien und losheulen: "Neeeeiiin nicht meine Gini." Was war passiert??

Der Tierarzt erklärte uns alles. Der Bauchraum hatte sich mit Blut gefüllt. Immer wieder fragte ich: «Woher kam das viele Blut?» «Das wissen wir nicht. Wir haben mit Spritzen versucht, das Blut aufzufangen und ihr wieder zu geben. Doch das reichte nicht. Wir haben die Milz durchschnitten, damit wir mit blossen Händen das Herz massieren konnten. Wir haben wirklich alles getan.» Niemand kann mir sagen, wieso, warum, weshalb. Ein letztes Mal dürfen wir unsere Gini sehen und berühren. Das darf doch nicht wahr sein, sie war doch noch so jung. In 10 Tagen hätten wir wieder zusammen Geburtstag gefeiert. Innerhalb ein paar Stunden habe ich meine Freundin, meine Partnerin, mein zweites Ich, meinen Seelenhund, mein Ein und Alles verloren.

 

Gini, du warst eine so tolle Lehrmeisterin. Du hast mir und Kandro beigebracht, in die Ruhe zu kommen. Weshalb bist du so jung von uns gegangen? Bitte wache immer über uns. Begleite uns und gib uns deine Ruhe und Stärke. (geschrieben von Jeannette)

Sasko
Sasko vom Grauholz, 27.07.2002 - 04.11.2011
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Ist ein Schäferhund ein idealer Hund für unerfahrene Hundehalter? Sasko war es...

Mit 10 Monaten zog er bei uns ein. Es war Liebe auf den ersten Blick. Die ersten Tage waren hart. Der Kerl kannte keine Leine und verhielt sich auch dementsprechend. Schon nach kurzer Zeit taten mir die Arme so weh, dass mir nichts mehr anderes übrigblieb, als ihn frei laufen zu lassen. «Wenn du gehen willst, dann geh, aber ich kann nicht mehr.»

 

Er blieb und lernte sogar ohne Leine bei mir zu laufen. Katzen kannte er gar nicht, resp. er wusste, dass man die ganz toll jagen kann. Kaum bei uns im Wohnzimmer stürzte er sich auf Gipsy, unseren Kater. Der gab ihm gleich mal den Tarif durch und verpasste ihm einen Kratzer auf der Nase. So das war geklärt und was ist mit Jester, der zweiten Katze. Der Arme konnte sich nicht bei Sasko durchsetzen und zog für ein paar Monate aus. Erst als die Nächte kälter wurden, kam er wieder nach Hause.

Sasko war nun schon fast ein halbes Jahr bei uns und freundete sich mit Jester an. Immer wenn der rote Freund nach Hause kam, miaute er vor der Tür. Sasko machte auf, packte ihn am Schopf und zerrte ihn ins Wohnzimmer.

 

Als die Flegelzeit vorbei war, entwickelte sich Sasko zu einem tollen Hund. Er war kein Schäfer eher ein Schläfer. Lief einfach so neben uns her. Verstand sich mit Katzen, jagte kein Wild. Mit ihm unterwegs zu sein, war einfach ein Traum. Um Personen, die er nicht sympathisch fand, machte er einen grossen Bogen. Nur in der Menschenmenge, da fühlte er sich nicht wohl. Ohne Rücksicht auf Verluste zerrte er die Person am Ende der Leine aus dem Getümmel.

 

Was haben wir mit dem Kerl nicht alles unternommen: Campingferien mit einem 2-er Iglu, wandern über Stock & Stein, lange Autofahrten und noch so vieles mehr. Auch wenn das Auto voll bis unter das Dach war, er fand bestimmt noch einen Platz, Hauptsache er konnte dabei sein.

 

Viel zu früh bekam er Arthrose im Rückenbereich. Ein paar Monate später machten sich auch noch Herzbeschwerden bemerkbar. Das Atmen fiel ihm immer schwerer. Er brauchte viele Pausen, um sich zu erholen. Auf den geliebten Spaziergängen und Wanderungen konnte er uns nicht mehr begleiten. Es wurde noch schlimmer... Das Haus zu verlassen, ums Geschäft zu erledigen, wurde für ihn zur Qual. Die Worte des Tierarztes klingen noch heute in meinen Ohren: «Ein krankes Tier ist immer bereit zu gehen. Aber bist du bereit es gehen zu lassen?»

 

Viel zu früh musstest du uns verlassen. Wir vermissen dich so sehr.