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Zorro der Kuschelbär

  • Jeannette Jud
  • 10. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Und was ist in der Zwischenzeit mit Zorro gelaufen? Es ist jetzt fünf Monate her, dass der Bub bei uns mit Sack und Pack eingezogen ist. Er ist angekommen – und fühlt sich pudelwohl. Fast jeden Abend belagert er Roli auf dem Sofa. Er legt seinen Kopf auf Roli’s Beine und geniesst die Streicheleinheiten. Manchmal brummt er genüsslich vor sich hin. Zorro ist ein grosser, lieber Kuschelbär.

Von Beginn an wollte ich ihm «Sitz, Platz, Bleib und den Rückruf» beibringen – ohne Erfolg. Der Bär war nicht empfänglich für das «Hunde-Einmaleins». Bestechung mit Leckerli – kein Erfolg. Mit Druck arbeiten – dann geht gar nichts mehr. Mit Liebe überschütten – vergeudete Zeit. Nichts bringt ihn dazu mit dem Menschen zu arbeiten.

Sind wir zwei unterwegs, gilt seine ganze Aufmerksamkeit der Umwelt – alles ist spannend und vereinnahmt ihn voll und ganz. Das Ende an der Leine nimmt er nicht wahr. Zum Glück läuft er anständig an der Leine – manchmal vergisst er sich, aber er hechtet nicht in die Leine.

Vor ein paar Tagen endlich der Durchbruch. Wie kam es dazu? Wie schon so oft bewaffnete ich mich mit ein paar Würstli und wir gingen on tour. Doch bis jetzt hat er die Leckerli immer ausgespuckt. Unterwegs war er für mich nicht empfänglich. Diesmal nicht – er schaut mich an und ich belohne ihn mit einem Würstli. Ein paar mal wiederholt er das Spiel und dann ist fertig – für heute reicht es.

Tags darauf nehme ich sein Frühstück in die Jackentasche und für jeden noch so kurzen Blick bekommt er einen Happen, den er endlich annimmt. Mit jedem Tag geht es besser - der Blickkontakt kommt immer heufiger. Selbst wenn er noch so beschäftigt ist, kann ich ihn ansprechen und er schaut mich an. Auf einmal macht er auf Geheiss «Sitz». Und was mich besonders freut, ich kann ihm ein Leckerli werfen und er fängt es. Das war bis jetzt absolut nicht möglich – die Gudelis flogen ihm immer mitten ins Gesicht.

Was ist aus der Beziehung Tigi (Katze) & Zorro geworden? Die zwei sind ein Herz und eine Seele. Kommt Tigi nach Hause führt ihr Weg immer zu dem grossen Bären. Sie kuschelt sich an seine Beine, umklammert sie mit ihren Pfötli und beisst herzhaft in die Haxen – das ist Tigis Begrüssungsritual. Die beiden Ladys werden von der Katze ignoriert, erst viel später reibt sie ihren Körper an den Hundeköpfen während sie von den Mädels beschnuppert wird.


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