Zorro & Orania – Zwischen Traum und Verantwortung
- Jeannette Jud
- vor 3 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Ein Bluttest hat ergeben, dass Zorro genetisch Megaösophagus CIM/CIM ist - leider trägt auch Orania das CIM-Gen. Aus dieser Verpaarung könnten somit Welpen hervorgehen, die an Megaösophagus erkranken. Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen. Es liegt mir sehr am Herzen, möglichst gesunde Welpen aufzuziehen und meinen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Zucht zu leisten. Schweren Herzens habe ich mich deshalb entschieden, für Zorro ein neues Zuhause zu suchen. Er ist mit Sack und Pack ins schöne Bündnerland zu meiner Kollegin Sereina gezogen. Dort wartet bereits eine kastrierte Altdeutsche Schäferhundedame auf ihn. Die beiden waren sich vom ersten Augenblick an sympathisch. Für Maja ist Zorro eine grosse Hilfe – er unterstützt sie und hilft ihr, über ihre Unsicherheit hinwegzukommen. Natürlich bleibt die Verbindung zu uns bestehen. Der grosse Bär kommt immer wieder einmal zu Besuch oder verbringt ein paar Ferientage bei uns.
So schnell kann ein Traum zerplatzen. Orania und Zorro waren wirklich ein Traumpaar. Es war wunderschön, ihnen zuzusehen, wie zärtlich und liebevoll sie miteinander umgegangen sind. Ich habe mich schon sehr auf die kleinen „Zoranias“ gefreut – und doch musste ich diese Entscheidung treffen.
Tatsächlich werden nur sehr wenige Schäferhunde auf Megaösophagus getestet.
Der angeborene congenitale Megaösophagus (CIM) ist eine Motilitätsstörung der Speiseröhre. Aufgrund einer verminderten peristaltischen Aktivität und einer Erweiterung der Speiseröhre wird der normale Transport von Nahrung in den Magen verhindert.
Betroffene Hunde zeigen häufig Symptome wie das Aufstoßen von Futter und Wasser, Husten oder übermäßigen Speichelfluss. Auch Komplikationen wie Aspirationspneumonie, Gewichtsverlust sowie Atemgeräusche wie Lungenknistern oder Keuchen können auftreten.
Bei einer gesunden Speiseröhre sorgen rhythmische Muskelbewegungen dafür, dass die Nahrung in den Magen transportiert wird. Bei betroffenen Tieren funktioniert diese Bewegung nicht richtig. Dadurch bleiben Futterreste in der Speiseröhre zurück, was zu einer Dehnung der Speiseröhre und weiteren Problemen führen kann.
Die ersten klinischen Anzeichen zeigen sich bei betroffenen Welpen meist im Alter von drei bis vier Wochen – genau in der Zeit, in der sie von der Muttermilch auf feste Nahrung umgestellt werden.
Die Ära Zorro ist jedoch noch nicht vorbei. Ich bin auf der Suche nach einer passenden Hündin mit dem genetischen Status CIM N/N. Sollte ich eine solche Hündin finden, darf Zorro vielleicht doch noch einmal Vater werden und seine Ruhe und Gelassenheit weitervererben.
















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