Kandro's Blaze von Excalibur                     12.07.2012

Der Kerl brachte wirklich mein ganzes Leben durcheinander. Zu Beginn lief alles wunderbar. Ich hatte grosse Unterstützung von Yolanda, sie hütete mein Bärli wenn ich am Morgen im Büro war. Nachmittags konnte ich von zu Hause aus arbeiten, toller Arbeitgeber. Doch Beruf, Familie und Hund brauchten sehr viel Energie und die fehlte mir; mein Akku war schon lange im roten Bereich. Kandro wurde immer stärker und ich immer schwächer. Er nahm mich nicht mehr ernst, zerrte mich von einem Pfahl zum anderen, pöbelte die anderen Hunde an. An lockerer Leine laufen war ein Fremdwort für ihn. Wenn ich ihn von der Leine liess kam er wieder wenn es ihm gerade passte. In den Hundeschulen hiess es immer „unternimm etwas dagegen“ aber was konnte mir niemand sagen. Für mich gab es nur noch zwei Möglichkeiten: ich finde jemanden der mir hilft den Kraftprotz zu bändigen oder ich muss mich schweren Herzens von ihm trennen. Aus dem Kanton Aargau bekam ich endlich die ersten brauchbaren Tipps um eine Bindung herzustellen. Durch meine Freunde Nina & Rüdiger lernte ich schlussendlich wie man "richtig" mit einem Hund umgeht. Ich wurde immer lockerer und ruhiger. Kandro hat nicht nur von mir gelernt, ich auch sehr viel von ihm. Heute habe ich einen tollen Begleiter der mich täglich zum Lachen bringt und mir sehr viel Freude bereitet.

Mit 2 Jahren steckte ich Kandro zum ersten mal ins Trailgeschirr, einer rannte mit der Beisswurst davon und ich flog mit ihm hinterher. Damals wusste ich es noch nicht besser und dachte mir nichts dabei. Alle machten es ja so....

Was hat er daraus gelernt? Einfach mal schreiend und Kopflos durch die Gegend rennen.

Heute bin ich um einige Erfahrung reicher und versuche dem Kraftpacket so ruhig wie möglich den Geruch zu geben und langsam los zu laufen. Funktioniert gut, doch wenn der  frische Trail über eine Grünfläche geht heisst es nur noch Absatz in den Boden drücken und schauen dass er mich nicht von den Füssen reisst.

 

EMS Nala the red maple                                      10.05.2019

Kaum war Nala bei uns eingezogen, zitterten wir schon um ihr Leben. Die arme kleine Maus hatte Giardien und musste an den Tropf. Zum Glück erholte sie sich sehr schnell. 

Fast ein halbes Jahr habe ich über sie Tagebuch geführt. Die Kleine hatte immer etwas auf Lager. Im grossen und ganzen ist sie eine ganz nette, liebe Hündin mit noch vielen Flausen im Kopf. Aber  sie klaut wie eine Elster, nichts essbares ist sicher vor ihr, auf einmal war der Kuchen weg, die Butterschale leer, beim Hamburger fehlte das Brot, der Znüni von Roli war verschwunden und und und. Aber niemand kann ihr böse sein. Mit ihrem Scharm wickelt sie alle Zwei- und Vierbeiner um ihre Pfoten.

Als sie die Bettwanzenröhrli klaute und eines aufbiss war mir nicht mehr ganz wohl. Zum Glück hatte sie den Inhalt sofort gefressen und die Viecher nicht laufen lassen. 

Nala wird zum Bettwanzen-Spürhund ausgebildet (www.bettwanzenspuernase.ch), sie macht das ganz toll und sucht voller Eifer. Es macht richtig Spass ihr zuzusehen, wie ernsthaft der lustige Hund plötzlich arbeiten kann. 

Sie ist eine grosse Bereicherung für uns. 

Wir wünschen dir ganz viel Freude in unserem Rudel.